Zu Hause Raumatmosphäre und Wohngefühl schaffen

Eine angenehme Raumatmosphäre sorgt für persönliches Wohngefühl

Die Wohnung oder das Haus ist mehr als eine reine Unterkunft. Sie bietet nicht nur einen Schutz vor Wärme und Kälte, sondern auch einen individuellen Rückzugsort und einen Ort der Entspannung. Nichts ist so persönlich wie die eigenen vier Wände. Hier kann jeder so sein und so leben, wie er möchte. Die Gestaltung und die Einrichtung können an die Bedürfnisse angepasst werden und so dafür sorgen, dass die Räume eine eigene Note bekommen. Doch diese alleine bringt noch keine insgesamt stimmige, wohnliche Atmosphäre. In unserem heutigen Blogartikel möchten wir daher darauf eingehen, wie auch du in deinem Zuhause eine angenehme Raumatmosphäre und somit dein persönliches Wohngefühl schaffen kannst.

Perfektes Wohngefühl durch eine tolle Raumatmosphäre

Wie entsteht die perfekte Raumatmosphäre?

In deiner eigenen Wohnung sollst du dich in erster Linie rundum wohlfühlen. Darum bestimmt auch dein Geschmack den Stil und die Gestaltung deiner Wohnräume, so dass diese zu deinem persönlichen Charakter passen. Doch nicht immer bringt diese individuelle Gestaltung automatisch eine schöne Raumatmosphäre mit sich. Wenn du zum Beispiel etwas chaotisch und unstrukturiert bist, sieht deine Wohnung sehr wahrscheinlich auch, zumindest ansatzweise, so aus. Etwas unaufgeräumt, vollgestellt oder konzeptlos eingerichtet. Im Gegensatz dazu neigen sehr strukturierte und ordnungsliebende Menschen teilweise zu einer unpersönlich und fast schon steril eingerichteten Wohnung, der es letztendlich an Gemütlichkeit fehlt. Auch zu viel Weiß in den Räumen ist nicht nur unpraktisch, weil es sehr schmutzempfindlich ist, sondern lässt kein angenehmes Wohngefühl aufkommen.

Es gilt also, bei der Einrichtung der Wohnung eine gute Mischung aus eigenem Stil und gewissen Gestaltungsregeln zu beachten. Design und Funktionalität müssen dabei ebenfalls ausgeglichen sein, denn was nützt das schönste Sofa, wenn es mehr als unbequem ist.

Persönlichkeit und Wohngefühl

Um dein perfektes Wohngefühl zu schaffen, musst du dir die Frage stellen, was dir wirklich wichtig ist und auf was du auch verzichten könntest. Selbstverständlich sollten deine Lieblingsstücke immer berücksichtigt werden. Egal, ob es die besonders gemütliche Couch ist, der riesige Esstisch, an dem die ganze Familie Platz findet, oder die antike Anrichte, das erinnerungsträchtige Erbstück. Allein durch die innere Verbindung zu solchen Möbeln entsteht beim Anblick ein angenehmes Gefühl, dass die Atmosphäre im Raum positiv beeinflusst. Auch persönliche Accessoires, Fotos etc. vermitteln ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Dieses ursprüngliche Bedürfnis nach Schutz ist ein zentraler Punkt bei der Einrichtung, wenn auch meist unbewusst. So fühlst du dich beispielsweise im Bett viel wohler und kannst entspannter schlafen, wenn du von dort aus die Tür im Blick hast.

In jeder Wohnung sammelt sich im Laufe der Zeit vieles an. Erinnerungsstücke, Fehlkäufe, nutzlos gewordene Gegenstände und vieles mehr. Für ein angenehmes Wohngefühl ist es wichtig, dass du dich von Zeit zu Zeit von unnötigem Ballast trennst. Dinge, die du eigentlich nicht mehr brauchst, oder Sachen, die mit einer schönen Raumatmosphäre nicht vereinbar sind, solltest du konsequent loslassen. Auch wenn die Trennung im ersten Moment schwerfällt, wird sie nicht nur in deiner Wohnung, sondern auch in deinem Kopf für Klarheit sorgen. Das eventuell vorhandene Chaos in deinem Zuhause wird weniger werden. Es kann dir wieder Erholung und Entspannung bieten und zu deinem persönlichen Wohlfühlort werden. Egal, ob du beim klassischen Frühjahrsputz oder zu anderer Zeit für mehr Ordnung in deiner Wohnung sorgen möchtest, unsere nachfolgenden Aufräumtipps werden dir dabei behilflich sein.

Zwei Frauen im Wohnzimmer

Aufräumtipps für eine gemütliche Atmosphäre

  • Festen Termin einplanen: Wenn du eine feste Zeit für das Entrümpeln einplanst, wird zum einen die Wichtigkeit des Vorhabens deutlicher. Zum anderen wirst du dich so auch eher daran halten, da es nicht nur ein Punkt von vielen auf deiner To-do-Liste ist.
  • Systematisch vorgehen und realistisch bleiben: Je nach Umfang deiner Aufräumaktion wirst du ein paar Stunden bis mehrere Tage benötigen. Wenn du viel zu erledigen hast, solltest du raumweise vorgehen oder dir die verschiedenen Bereiche deiner Wohnung einzeln vornehmen. So siehst du schnell gute Ergebnisse, die dich motivieren, durchzuhalten. Nimm dir dabei nicht zu viel auf einmal vor. Das frustriert nur und schmälert den Erfolg der Aktion.
  • Kaputt oder unpersönlich: Am leichtesten fällt meist die Trennung von unpersönlichen Gegenständen wie Haushaltsgeräten, Büroutensilien, Zeitschriften etc. Alles, was du schon lange nicht mehr benötigt hast, solltest du rigoros aussortieren. Auch bei kaputten Gegenständen musst du dir in der Regel eingestehen, dass du diese, auch wenn es sich um Erinnerungsstücke handelt, wahrscheinlich nicht mehr gebrauchen kannst. Also, weg damit.
  • Nicht genutzte Gebrauchsgegenstände: Jeder hat sie irgendwo versteckt. Die Dinge, die man vielleicht noch einmal gebrauchen könnte und die man eigentlich nicht wegwerfen möchte. Musst du aber auch nicht. Vielleicht können Freunde oder Bekannte mehr damit anfangen und du kannst diese Sachen gegen ein Nutzungsrecht bei ihnen lagern.
  • Ehrliche Bewertung: Gerade bei persönlichen Gegenständen, Geschenken usw. fällt die Trennung oft schwer. Hier hilft es, wenn du ehrlich zu dir selbst bist und die Dinge neu bewertest. Was dir immer noch wichtig ist, darf bleiben. Fehlt mittlerweile die Verbundenheit, kommt es weg. Falls du dir bei manchem nicht sicher bist, lagere es für ein halbes Jahr in einem extra Karton. Wenn du es in dieser Zeit nicht benötigst oder vermisst, kannst du es danach ohne schlechtes Gewissen entsorgen.

Schritt für Schritt zur schönen Raumatmosphäre

Gönne dir ruhig nach jedem Aufräumabschnitt zur Belohnung eine Auszeit und genieße die neue, aufgeräumte Atmosphäre. Zum Beispiel mit deinem Lieblingsgetränk auf dem Sofa oder mit einem guten Buch im kuscheligen Bett. Wenn du dich von unnützem Ballast befreit hast, bist du deinem perfekten Wohngefühl schon ein ganzes Stück näher gekommen. Als weiteren Schritt kannst du jetzt die Gestaltung und Einrichtung deiner Wohnung mit Accessoires etc. in Angriff nehmen. Passende Farben und Materialien, stimmige Dekorationen und schöne Möbelstücke sorgen für außergewöhnliches Wohnambiente. Mit unseren Einrichtungstipps kannst du deine Räume optisch aufwerten und schaffst eine angenehme, wohnliche Atmosphäre.

Einrichtungstipps für ein außergewöhnliches Wohngefühl

  • Farbwahl: Weiß wirkt zwar rein und sauber, aber ein Zuviel lässt deine Wohnung kühl, steril und wenig einladend erscheinen. Eine gute Möglichkeit, Gemütlichkeit in die Räume zu holen, sind Farbakzente an einzelnen Wänden oder Teilflächen. Dezente Farben wirken in der Regel harmonischer als knallige Töne. Warme Farben wie Rot bringen eher Gemütlichkeit als kalte. Doch auch wenn du lieber Grautöne magst, kannst du diese sehr gut mit Accessoires etc. in einer warmen Farbe kombinieren und so für einen tollen Gesamteindruck sorgen. Mit Mustern sollest du eher bedacht umgehen. Zu viele Muster in einem Zimmer wirken schnell unruhig und nehmen die Gemütlichkeit des Raumes.
  • Materialwahl: Warme Materialien wie Holz wirken meist gemütlicher als Naturstein und Metall. Doch auch diese eleganten Materialien kann man mit Tischdecken, Teppichen, Kissen etc. verschönern und wohnlicher gestalten.
  • Die richtigen Accessoires: Vor allem persönliche Dinge wie Fotos und Bilder bringen Gemütlichkeit in die eigenen vier Wände. Sie erzählen Geschichten und bringen eine individuelle Note. Auch Pflanzen oder saisonale Accessoires wie Frühlings- und Weihnachtsdekorationen setzen schöne Akzente und schaffen ein harmonisches Zuhause. Wohnaccessoires wie Schalen, Vorhänge oder Kissen sind außerdem praktisch und funktional. Allerdings gilt auch hier, weniger ist mehr. Anstatt es mit diesen Dingen zu übertreiben, solltest du sie lieber in regelmäßigen Abständen austauschen und neu dekorieren.
  • Möbel: Die Möbelstücke sollen dir in erster Linie gefallen und sie müssen natürlich ihren Zweck erfüllen. Wichtig ist, dass du nicht zu viele Stile und Farben miteinander mixt, denn sonst wirkt der ganze Raum schnell unruhig und ungemütlich.
  • Raumtemperatur: Die Temperatur in der Wohnung trägt ebenso wesentlich zur perfekten Raumatmosphäre bei. Ist es zu kalt, sinkt auch die Gemütlichkeit. Ist es zu warm, fängt man an zu schwitzen, was auch nicht mehr angenehm ist. Im Wohnbereich liegt die ideale Temperatur bei etwa 21 Grad bis 23 Grad. Im Schlafzimmer darf es mit höchstens 19 Grad ruhig etwas kühler sein.
Wohnaccessoires bringen Raumatmosphäre

Licht bringt Raumatmosphäre

Mit der falschen Beleuchtung entsteht in einer noch so schön eingerichteten Wohnung kein angenehmes Wohngefühl. Vor allem kaltes LED-Licht mit mehr als 3.300 Kelvin erzeugt, etwas überspitzt gesagt, eher die Atmosphäre einer Bahnhofshalle als eines gemütlichen Wohnraums. Lichtquellen mit dieser Farbe solltest du wirklich nur am Arbeitsplatz einsetzen. Warmes Licht hingegen schafft eine entsprechend wohlige Raumatmosphäre. Wenn also nicht genug Tageslicht zur Verfügung steht, sind Beleuchtungen mit etwa 2.700 Kelvin oder 3.000 Kelvin eine schöne und harmonische Alternative.

Dank der modernen LED-Technik können mit relativ wenig Aufwand außerdem tolle Lichteffekte erzielt werden. Diese dienen weniger der eigentlichen Beleuchtung als vielmehr dem Setzen von Akzenten und Schaffen einer bestimmten Atmosphäre. So können zum Beispiel LED-Stripes an Möbeln, Raumdecken oder Wandabschnitten den Raum eindrucksvoll in Szene setzen und ein angenehmes Licht für einen gemütlichen Abend bieten. Je nach Modell lassen sich die LED-Lichtbänder per Fernbedienung oder App steuern und du kannst zwischen verschiedenen Lichtfarben, beispielsweise violett, gelb oder blau, auswählen. Auf diese Weise kannst du die Beleuchtung an deinen persönlichen Geschmack sowie auch deiner Stimmung anpassen. Auch ein Dimmer für die Hauptbeleuchtung des Raumes bietet sich an, um die perfekte Ausleuchtung für die  jeweilige Situation einzustellen.

Stimmungsvolle Beleuchtung für mehr Raumatmosphäre

Die Deckenfläche als wesentliches Gestaltungselement für die Raumatmosphäre

Die Fläche, die in den meisten Wohnungen und Häusern bei der Gestaltung vernachlässigt wird, ist die Deckenfläche. Dabei ist sie diejenige, von der am meisten sichtbar ist. Umso größer ist auch der Effekt auf die Raumatmosphäre, den du mit ihrer Gestaltung erzielen kannst. Holzdecken waren zwar vor Jahrzehnten einmal sehr modern und mögen zu einem rustikalen Einrichtungsstil passen. Doch je dunkler die Holzdecke, desto mehr hast du das Gefühl, dass dir zu Hause die Decke auf den Kopf fällt. Die dunkle Decke drückt optisch unheimlich und macht den Raum viel kleiner. Das führt dazu, dass du dich, wenn auch unbewusst, viel weniger wohlfühlst. Insbesondere in den kalten Monaten, wenn draußen eben oft alles grau und duster ist, macht diese triste Atmosphäre ein angenehmes Wohngefühl unmöglich. Man könnte fast schon behaupten, dunkle Decken machen depressiv.

Die Zimmerdecke verschönern

Wenn du es dir in deinem Zuhause also schön machen und die Raumatmosphäre wesentlich verbessern möchtest, solltest du deine Zimmerdecke nicht außer Acht lassen. Je nachdem, wie viel Aufwand und finanzielle Mittel du investieren möchtest, hast du verschiedene Möglichkeiten, deine Zimmerdecke zu einem richtigen Gestaltungselement zu machen. Allgemein kannst du davon ausgehen, dass deine Räume ganz anders wirken, wenn du eine dunkle Zimmerdecke in eine helle Decke verwandelst. So erscheinen die Innenräume wesentlich größer und freundlicher. Natürlich muss es nicht unbedingt weiß sein. Auch andere passende, helle Farben sehen schön aus. Eine glatte Decke wirkt zudem ruhiger als eine mit rauer Oberfläche. So schaffst du schnell ein ganz anderes Wohngefühl.

Entsprechend deiner vorhandenen Zimmerdecke kannst du diese auf unterschiedliche Art und Weise verschönern. Eine Holzdecke zu streichen, ist prinzipiell möglich. Es erfordert jedoch eine gewisse Vorarbeit und ein genaues Arbeiten, damit das Ergebnis auch wirklich überzeugt. Das Tapezieren der Zimmerdecke ist anspruchsvoller als das der Wände. Je nach Untergrund müssen vorher Unebenheiten ausgeglichen werden, da diese sonst meist sichtbar bleiben. Gipskarton- oder Betondecken können, wenn sie sauber gearbeitet sind, direkt gestrichen werden. Eine besonders tolle Möglichkeit, deine Räume schnell zu verändern, sind Spanndecken. Diese flexiblen Decken aus extrem langlebigem Kunststoff werden unter der vorhandenen Decke an der Wand befestigt. Es gibt sie sogar mit glänzenden und annähernd spiegelnden Lackoberflächen, die dafür sorgen, dass die Räume viel höher und größer wirken. Auch gestalterisch lässt sich hiermit viel machen, so dass du zum Beispiel in offenen Wohnbereichen mit unterschiedlichen Farben oder Oberflächen tolle Akzente setzen und optische Highlights schaffen kannst.

Helle Zimmerdecke für mehr Wohngefühl

Fazit

Schon einzelne Änderungen in deinen Räumen, eine gründliche Aufräumaktion oder Verschönerungen mit geschmackvollen Accessoires bringen eine angenehme Wohlfühlatmosphäre in deine Räume. Je mehr du von unseren genannten Tipps umsetzt, desto eher werden sich in deiner Wohnung eine harmonische Raumatmosphäre und das perfekte Wohngefühl einstellen. So kannst du jederzeit die Gemütlichkeit in deinem Zuhause genießen und es dir dort rundum gut gehen lassen.